Die Tintenweltreihe von Cornelia Funke

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Die Tintenweltreihe von Cornelia Funke

Beitrag  Kahlan am Do März 18, 2010 2:35 pm

Die Tintenwelt-Trilogie ist eine phantastische Jugendromanreihe der deutschen Autorin Cornelia Funke und handelt von Büchern, den darin lebenden Figuren sowie vom Lesen und Vorlesen.

Tintenherz
Tintenherz handelt von dem Buchbinder Mortimer Folchart (genannt Mo) und seiner Tochter Meggie. Mo, der Buchliebhaber und Lesesüchtige, hat eine Begabung, die ihm selbst rätselhaft ist. Eines Tages, als Meggie noch klein ist, liest er seiner Frau Resa aus dem Buch „Tintenherz“ mit seiner begnadeten Stimme vor. Dabei werden der Verbrecher Capricorn und weitere Figuren aus dem Buch heraus in die wirkliche Welt gelesen. Dafür verschwinden Resa und zwei Katzen für neun lange Jahre in der mittelalterlichen Tintenwelt.

Jahre später kommt ein für Meggie fremder Mann zu Mo, um ihn zu warnen, dass das Buch gefährdet sei. Es ist der Gaukler Staubfinger, der damals im Tausch mit Meggies Mutter aus dem Buch gekommen war. Gemeinsam fahren sie Richtung Süden, um mit Hilfe von Meggies Großtante Elinor das Buch zu verstecken, in dem Resa vielleicht immer noch lebt. Doch Capricorn und seine Schergen, allen voran der abergläubische Basta, wollen das letzte Exemplar in ihre Hände bekommen, um den Schatten, eine gefährliche Kreatur und alten Verbündeten Capricorns, herauslesen zu lassen. Sie gelangen schließlich in den Besitz des Buches. Aber nach einigen Wendungen, nach Gefangennahmen und Befreiungen, versucht Mo mit Hilfe von Fenoglio, dem Erfinder von Capricorn, diesen zu besiegen. Doch Meggie und Fenoglio werden von Basta gefangen genommen. Es stellt sich heraus, dass Meggie die Begabung des Herauslesens von ihrem Vater geerbt hat. Unterdessen versuchen Mo, Elinor und Farid (er wurde von Mo aus den Märchen aus 1001 Nacht herausgelesen) die Entführten zu befreien. Mit Fenoglios Schreibkünsten, Meggies magischer Begabung und der Hilfe von Mo schaffen sie es, das Blatt zu wenden und Capricorn und seine Männer zu vernichten. Resa gelingt es nach Jahren der Unterdrückung durch Capricorn und der Sehnsucht nach ihrer Familie zurückzukehren – allerdings stumm. Resa erzählt Meggie mit Zeichensprache, wie es in der Tintenwelt ist.

Tintenblut
Die Handlung knüpft direkt an den ersten Teil an. Zunächst lässt sich der Feuerspucker Staubfinger aus Sehnsucht nach seiner alten Welt von Orpheus (der sich nach dem mythischen Sänger benannt hat) in die Tintenwelt zurücklesen. Dabei bleibt durch eine Manipulation von Orpheus der Lehrling Staubfingers, Farid, zurück und fällt dem bösen Messerhelden Basta in die Hände. Doch kann er entfliehen, um die Familie des Buchbinders Mortimer, dessen Tochter Meggie er liebt, zu warnen und sich durch Meggie in die Tintenwelt lesen zu lassen, um dort sein Vorbild Staubfinger warnen und beschützen zu können.

Tatsächlich gelingt es ihm, Meggie, die wie kein anderer über die Fähigkeit des Hinüberlesens verfügt, für seinen Plan zu gewinnen. Doch sie liest sich ebenfalls in die Tintenwelt – und gegen ihre Absicht auch Gwin, den gehörnten Marder, der Staubfingers Tod bedeutet. Farids Warnung bleibt erfolglos. Der Buchbinder wird von Basta und dessen Herrin Mortola überrascht. Er, Resa und seine Gegner werden von Orpheus in die Tintenwelt gelesen.

Mo wird von Mortola mit einer Schrotflinte angeschossen und er und Resa werden sich selbst überlassen. Die Nessel (eine der besten Heilerinnen der Tintenwelt) findet die beiden und bringt sie ins Lager der Spielleute, wo sie nur auf Ablehnung stoßen, die der Schwarze Prinz mit seiner Anwesenheit jedoch in den Hintergrund drängen kann.

Während Staubfinger in Tintenherz mehrmals Mitglieder von Meggies Familie den Verbrechern ausgeliefert hat, wird er hier zu ihrem Helfer. Über weite Strecken wird er zur Hauptfigur, weil er als einziger mit allen Bereichen der Tintenwelt vertraut ist. Er versteht die Sprache der Bäume, weiß mit allen Fabelwesen umzugehen und beherrscht so perfekt das Feuer, dass er es sogar mit dem Wasser zusammenzwingen kann. Außerdem verkehrt er mit Spielleuten, Heilern und Räubern, die hier die Gegenpartei zum Prinzip des Bösen darstellen. Mit dem Schwarzen Prinzen, dem Beschützer der Spielleute und Anführer der Räuber, war er schon von Kindheit an befreundet.

Dagegen hat der Dichter Fenoglio Schwierigkeiten, sich in der von ihm erschaffenen Welt zurechtzufinden. Während er in Tintenherz durch seine Macht über Figuren der Tintenwelt Wesentliches zur Rettung der Familie Meggies beitrug, hat sein Eingreifen in die Handlung der Tintenwelt zwiespältige Wirkungen. Mehrmals verändert er mit Meggies Hilfe die Tintenwelt, doch immer wieder verwirklichen sich seine Ideen anders als geplant.

Später gehen Meggie und Farid mit Staubfinger zur Nachtburg um Mo (dieser wurde zusammen mit seiner Frau und anderen Spielleuten entführt) zu befreien. Dabei machen sie eine Pause an einem Fluss, wo Meggie und Farid sich küssen.

Meggie gerät ebenfalls in die Hände des Natternkopfes und sowohl sie als auch ihr Vater können nur die Freiheit für sich und die anderen gefangenen Spielleute erlangen, wenn sie dem König der Nachtburg ein leeres Buch binden, welches ihn unsterblich machen soll.

Zufrieden mit Mos Werk lässt der Natternkopf sie tatsächlich frei, plant aber von Anfang an für sie einen Hinterhalt. Staubfinger, Farid, der Schwarze Prinz und mehrere andere Männer eilen ihnen jedoch zu Hilfe. Im Gefecht tötet Basta Farid vor Meggies Augen, der wiederum aus Rache von Mo mit dem Schwert durchbohrt wird.

Sowohl Staubfinger als auch Meggie kommen über den Tod des Jungen nicht hinweg, weshalb letztendlich Staubfinger sein Leben für das Farids gibt. Nach dieser Handlung liest Meggie Orpheus in die Tintenwelt, der etwas schreiben soll, um Staubfinger zurückzuholen, da Fenoglio es aufgegeben hat.

Auf der Seite des Bösen bleiben Basta und seine Herrin Mortola wichtige Figuren. Doch treten sie gegenüber Natternkopf – dem grausamen Fürsten der Nachtburg – und seinen Helfern Brandfuchs und Pfeifer zurück.

Tintentod
Im abschließenden Band der Trilogie spitzt sich der Konflikt zwischen Meggies Eltern über die Frage zu, ob sie in der Tintenwelt, der Welt des Buches, bleiben oder in die reale Welt, in der das Buch geschrieben und gelesen wird, zurückkehren sollen.

Schwerpunkt der Handlung ist die Auseinandersetzung zwischen Fenoglio, dem Erschaffer der Tintenwelt, und dem Plagiator Orpheus, der die Tintenwelt nach seinen Vorstellungen verändern will. Buchbinder Mo wird in der Tintenwelt unter dem Namen Eichelhäher zu einer Art Robin Hood und kämpft, wie seine Tochter Meggie und die Gaukler Farid und Staubfinger, auf der Seite des Guten gegen den bösen Fürsten Natternkopf und dessen Soldaten. Zuvor war Staubfinger von den weißen Frauen, den Schwestern des Todes, zurückgekehrt. Das hatte die Autorin Funke bereits auf ihrer Homepage angekündigt.

Der letzte Satz der Abenteuer-Handlung auf S. 718 lautet; „Und alles war gut.“ Dies ist – mit Ausnahme der einführenden Konjunktion „und“ – das deutsche Äquivalent des Schlusssatzes der Harry-Potter-Romanreihe von Joanne K. Rowling; der lautet: „All was well.“

Quelle: wikipedia.de
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