Excalibur

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Excalibur

Beitrag  Kahlan am Do März 18, 2010 3:56 am

Excalibur ist ein Fantasyfilm des britischen Regisseurs John Boorman aus dem Jahr 1981. Der Film behandelt die Artus-Legende, basierend auf dem Roman Die Geschichte von König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde von Thomas Malory aus dem 15. Jahrhundert. Der Film war einer der erfolgreichsten Fantasy-Filme der 1980er-Jahre und stilistisches Vorbild vieler weiterer bekannter Werke wie der Verfilmungen Der Herr der Ringe, Die Chroniken von Narnia oder Eragon.

Handlung:
Lange schon herrscht Krieg um die Vormacht im Lande. Uther Pendragon, der mit seiner Streitmacht gegen den Herzog von Cornwall kämpft, kommt der Zauberer Merlin zu Hilfe, indem dieser ihm das magische Schwert Excalibur übergibt, „geschmiedet als die Welt noch jung war, als Vogel, Tier und Pflanze eins waren mit dem Menschen”. Wegen seiner Legitimation als Besitzer des mythischen Königsschwertes und die großzügige Überlassung weiter Landstriche an seinen Gegner verspricht ihm der Herzog Gefolgschaft. Uther kann König sein, der Friede ist geschlossen.

Beim Fest dieses Friedensschlusses auf der Burg des Herzogs tanzt dessen attraktive Frau Igraine vor den Gästen. Uther wird von heftigem Verlangen nach ihr ergriffen, so dass er sogleich offen und wütend zeigt, dass er willens ist, dem Gastgeber seine Frau streitig zu machen. Um die Frau zu rauben, greift er kurz darauf die herzogliche Burg mit seinen Kriegern und Belagerungswaffen an. Als Merlin im Kriegslager vor der Burg auftaucht und Uther von ihm fordert, ihm Zugang zu der Frau zu verschaffen, hat Merlin, der kurz widerstrebt, eine augenblickhafte Vision. Deshalb findet er sich bereit, zu bewerkstelligen, was Uther verlangt. Uther jedoch muss Merlin schwören: „Was geboren wird aus deines Fleisches Lust, soll mir gehören.” Nachdem Uther dies blind vor Gier geschworen und den Schwur feierlich im Namen Excaliburs bekräftigt hat, sorgt Merlin dafür, dass Uther, während Cornwall zu einem Ausfall seine Burg verlassen hat, die Gestalt des Herzogs annimmt, über den See reitet („der Atem des Drachen wird dich hinübertragen”) und unerkannt in die Burg gelangt. Igraine fügt sich der Forderung ihres vermeintlichen Gatten nach Sex; lediglich ihre Tochter Morgana durchschaut den Zauber und erkennt Uther. Unterdessen stürzt der Herzog vom Pferd in mehrere aufgestellte Lanzen und stirbt.

Tatsächlich geht, wie von Merlin vorhergesehen, aus dieser Beiwohnung ein Kind hervor. Neun Monate später kommt Merlin zu der inzwischen Uther unterworfenen Burg und fordert das Kind ein. Hin und her gerissen zwischen dem Widerstand der Mutter und seinem Schwur, überreicht Uther Merlin das Baby, bereut dies aber kurz darauf. Während er Merlin, der das Kind davonträgt, hinterher reitet, um ihm seinen Sohn wieder abzunehmen, gerät Uther im Wald in einen Hinterhalt. Schwer verwundet flieht er – zu Fuß nur noch – Merlin hinterher. Verfolgt von den Angreifern ruft Uther nach Merlin und bittet, ihn in einen magischen Nebel zu hüllen. Als Uther stattdessen die Verfolger nahen und zugleich sein Leben schwinden sieht, gibt er seinem letzten Willen die Worte „Niemand soll das Schwert besitzen, niemand soll Excalibur tragen – außer mir!“ und stößt die Klinge mit letzter Kraft bis zur Hälfte ihrer Länge in einen Felsen, aus dem es keiner der Verfolger herauszuziehen vermag.

Von nun an gilt: Wer das Schwert aus dem Stein zieht, soll König sein. Nach Jahren wird wieder ein Ritterturnier durchgeführt, dessen Gewinner einen Versuch wagen darf. Uthers Sohn Artus ist von einem Mann wie ein eigener Sohn aufgezogen worden; als Artus das Schwert seines Bruders holen soll, es aber nicht findet, läuft er zu Excalibur und zieht es ohne Mühe aus dem Stein. Die Leute sind verblüfft, Artus stößt das Schwert wieder in den Felsen und zieht es zum zweiten Mal heraus. Sein Ziehvater gesteht ihm nun, dass er nicht sein Sohn, sondern ihm von Merlin gebracht worden sei. Die Anwesenden sind uneins über die Frage, ob Artus ihr König sei, und so bricht ein Krieg zwischen den Parteien aus. Artus wird jetzt von Merlin unterwiesen: "Wenn du schwach bist, wird das Land zugrunde gehen, wenn du stark bist, wird das Land blühen und gedeihen." Der Drache „ist überall und in allem zu finden”, woraus Artus folgert: „Excalibur – das Schwert ist auch ein Teil des Drachen.” So unterrichtet, überwindet er seine anfängliche Unentschlossenheit und reitet zu der belagerten Burg seiner Anhänger. Aufgrund seines heldenhaften Einsatzes bei der Entsetzung der Burg zieht er schnell die bewundernden Blicke der schönen Guenevere auf sich. Artus kann Uriens, dem Anführer der Angreifer, dessen Schwert entreißen und bietet ihm an, sich ihm, dem wahren König, zu unterwerfen. Uriens wendet ein, Artus sei nur ein Knappe – da reicht ihm Artus Excalibur und sein verblüffter Gegner schlägt ihn zum Ritter und unterwirft sich ihm.

Jahre später: Artus, König von England, begegnet einem Ritter in silberner Rüstung, der eine Brücke nicht freigeben will. Artus fordert ihn zum Duell um die Freigabe der Brücke heraus. Der Fremde, der sich als „Lanzelot, ein Ritter von jenseits des Meeres” (d.h. aus Frankreich) vorstellt, ist Artus jedoch im Kampf überlegen. Um dennoch zu siegen, ruft Artus angesichts der drohenden Niederlage sein Schwert an: „Excalibur! Steh´ mir bei mit deiner Macht!” Durch den folgenden Schwertschlag verliert Lanzelot das Bewusstsein, Excalibur zerbricht jedoch auf dessen Rüstung. Artus erkennt, dass dies die Strafe dafür ist, dass er auf eigensüchtige Weise den Sieg über den edlen und fair kämpfenden Lanzelot erzwingen wollte und ist enttäuscht von seinem eigenen Handeln („Mein Stolz hat es zerbrochen”). Bedingt durch diese Reue erneuert die Königin vom See das Schwert. Der wieder zu Bewusstsein gekommene Lanzelot schließt sich Artus an, der ihn zu seinem ersten Ritter macht. Das Land ist jetzt befriedet, und Merlin verkündet den Rittern: „Seid euch dieses Augenblicks bewusst! … Es ist ein Freudentag! Bewahrt ihn immer in eurem Herzen! Denn in dieser Stunde seid ihr alle eins!” Artus begründet die Tafelrunde. Doch wenig später kommt das erste Moment der Zwietracht auf, als Lanzelot Guenevere sieht und beide sich auf den ersten Blick ineinander verlieben. Wie vorgesehen heiratet indes Artus seine Braut. Unterdessen gesteht Merlin Morgana: "Die Tage sind gezählt für Menschen, wie wir es sind. … Es ist eine Welt, in der für uns kein Platz mehr ist." - Immer häufiger bleibt Lanzelot nun der Tafelrunde fern, bringt aber von einem seiner Ausflüge den jungen Parzival mit nach Artus´ Burg Camelot, wo Merlin mahnt: „Das Gute und das Böse – niemals wird es das eine ohne das andere geben.” Tatsächlich behauptet Gawain in der Tafelrunde: Lanzelot „bleibt uns fern, weil ein Weib ihn begehrt.” Unterdessen kämpft Lanzelot im Wald gegen einen Ritter, der er selber ist, und zieht sich auf der linken Leibseite eine Verletzung zu. Zur Ehrenrettung der Königin erscheint er auf Camelot und besiegt Gawain im Zweikampf, der ausruft: „Die Königin ist unschuldig!” Dennoch treffen und lieben sich Lanzelot und Guenevere bald darauf im Wald. Als Artus sie schlafend beieinander findet, rammt er Excalibur zwischen beide in den Boden. Damit ist "der König ohne Schwert". – Inzwischen gelingt es Artus´ Halbschwester Morgana, Merlin den Zauberspruch zu entlocken. Sie bannt Merlin mit seinem eigenen Spruch in einen Eiskristall. Danach verzaubert sie Artus, der glaubt bei Guenevere zu sein, und empfängt von ihm einen Sohn. In der Folge wird Artus krank, dem ganzen Land geht es schlecht. Nur der heilige Gral kann jetzt noch helfen. Artus schickt die Ritter der Tafelrunde aus, um den Gral zu finden.

Viele Jahre suchen die Ritter. Parzival stößt dabei auf einen reitenden, spöttisch lachenden Knaben in goldener Rüstung, der ihn scheinbar zu dem Gral bringen kann. Doch der Junge ist Mordred, der Sohn Morganas und Artus´, der letztlich befiehlt, dass Parzival an einen Baum gehängt wird, an dem bereits zahlreiche tote Ritter der Tafelrunde hängen. Dem Tode nahe hat Parzival eine Vision: Er betritt eine Zugbrücke und schaut den Gral, der über einer Treppe schwebt. Eine Stimme fragt: „Was ist das Geheimnis des Grals? Wem dient der Gral?” Da reißt der Strick, an dem Parzival hängt, und er stürzt zu Boden.

Wieder vergehen Jahre, Mordred ist jetzt ein junger Mann, seine Mutter legt ihm einen goldenen Harnisch an: „Kein Speer, kein Dolch, … keine Waffe von Menschenhand geschmiedet wird dich verletzen können, solange du diese Rüstung trägst.” So ausgestattet, begibt sich Mordred nach Camelot und erklärt seinem Vater: „Ich bin gekommen, um zu nehmen, was mein ist.” Artus jedoch entgegnet: „Ich kann dir das Land nicht geben, nur meine Liebe.” Sein Sohn erklärt ihm daraufhin den Krieg. Nach einer zweiten Todeserfahrung – bei der er im Fluss fast ertrinkt – schaut Parzival erneut den Gral, die Stimme fragt: „Was ist das Geheimnis des Grals? Wem dient der Gral?” Parzival antwortet: „Dir, mein König.” Die Stimme fragt: „Wer bin ich?" Parzival antwortet: "Du bist mein Herr und König, du bist König Artus!", worauf die Stimme fragt: "Hast du das Geheimnis gefunden, das ich verloren habe?” Parzival antwortet: „Ja! Du und das Land, ihr seid eins!” Schließlich erreicht Parzival Camelot und labt Artus aus dem Gral: „Trink aus dem Kelch und du wirst wiedergeboren.” Artus trinkt und kommt wieder zu Kräften: "Ich wusste nicht, wie leer meine Seele war bis zu diesem Augenblick." Er sucht zunächst Guenevre im Kloster auf; sie gibt ihm Excalibur, das sie all die Jahre aufbewahrt hat. Sodann zieht er mit einer kleinen Schar ihm treu Gebliebener gegen die Truppen seines Sohnes in den Kampf. Vor der Schlacht erscheint ihm Merlin, der nur noch als Traum existiert: "Es gibt andere Welten, in diese Welt gehöre ich nicht mehr." Auch andere Ritter der Tafelrunde träumen in dieser Nacht von Merlin. Nach seiner Ankündigung, er sei „ein Traum für manche, ein Albtraum für andere”, erscheint Merlin auch in Morganas Traum und entzieht ihr all ihre Zauberkraft. Ihr eigener Sohn sieht sie jetzt als das alte, verschrumpelte, fast zahnlose Weib, das sie tatsächlich ist, schlägt sie nieder und erwürgt sie. Es entsteht Nebel, welcher das Schlachtfeld umhüllt. Artus sieht seine Chance und greift an. Auch Lanzelot kämpft noch einmal für Artus, niederschlagend, was sich ihm an Gegnern in den Weg stellt; schließlich findet ihn Artus gekrümmt am Boden: „Es ist die alte Wunde, mein König, sie ist nicht verheilt.” Am Ende sind nur noch Artus, Parzival und Mordred übrig, der mit den Worten: „Komm, Vater, umarmen wir uns endlich!” seinen Vater mit der Lanze durchbohrt. Artus durchdringt mit Excalibur seines Sohnes goldenen Harnisch und tötet ihn. Der schwerverletzte Artus erteilt Parzival den letzten Auftrag: „Nimm Excalibur! Wirf dieses Schwert in ein tiefes Wasser, in einen tiefen See hinein!” Parzival kommt noch einmal zurück und bedeutet seinem König, dass er es nicht konnte, worauf Artus darauf beharrt: „Tu, was ich dir befohlen habe! Eines Tages wird ein König kommen und das Schwert wird wieder aus der Tiefe aufsteigen.” Als Parzival in einem zweiten Versuch widerwillig das Schwert ins Wasser wirft, taucht aus dem See eine Hand auf und nimmt Excalibur entgegen. Zurückgekehrt, sieht Parzival nur noch, wie der König auf dem See auf einer Barke liegt, drei Priesterinnen stehen um ihn.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Excalibur_%28Film%29
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