Tintenherz

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Tintenherz

Beitrag  Kahlan am Do März 18, 2010 3:24 am

Tintenherz ist ein auf dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke basierender Spielfilm mit Fantasy-Elementen. Er wurde von Iain Softley für New Line Cinema gedreht und lief am 11. Dezember 2008 in den deutschen Kinos an. In den Hauptrollen sind Brendan Fraser und Eliza Bennett als Vater Mo und Tochter Meggie zu sehen.

Handlung
Mortimer Folchart, genannt Mo, findet in einem Schweizer Antiquariat das sehr seltene Buch Tintenherz. Auch sein alter Bekannter Staubfinger ist hinter dem Buch her und will es Mo entwenden, doch der kann mit seiner Tochter Meggie zu ihrer Großtante Elinor fliehen. Sie ist eine Büchersammlerin und etwas unfreundlich nimmt sie die beiden Folcharts bei sich auf. Staubfinger ist den beiden gefolgt und überfällt sie mit Hilfe von tintenverschmierten Männern, die die Bibliothek in Brand setzen und die Familie in die Festung ihres Herrn Capricorn entführen.

Es stellt sich heraus, dass Mo „Zauberzunge“ genannt wird, weil er mit seiner Stimme Gegenstände und Personen aus Büchern herauslesen kann, die dann in der Realität auftauchen. Gleichzeitig verschwindet eine reale Person in der Welt des Buches. Dies geschah auch neun Jahre zuvor, als Mo Meggie aus dem Buch Tintenherz vorlas. Damals erschienen die Bösewichte Capricorn und Basta sowie der Feuerspucker Staubfinger mit seinem Marder Gwin, die bis dato nur in der Geschichte vorgekommen waren, während Mos Frau Resa und ihre zwei Katzen zwischen den Seiten verschwanden. Deswegen suchte Mo seitdem nach dem Buch, um sie wieder „herauslesen“ zu können. Zudem hatte er Staubfinger versprochen, ihn wieder in das Buch hineinzulesen, um ihm ein Wiedersehen mit seiner Familie in der Welt von Tintenherz zu ermöglichen. Es gibt noch andere Personen, die ähnliche Fähigkeiten haben wie Mo, aber keiner liest so fehlerlos wie er. Capricorn beschäftigt einen solchen Vorleser namens Darius, der Capricorns Schergen mit Verstümmelungen und ähnlichen „Fehlern“ herausgelesen hat. Sie alle tragen Tintenschrift auf ihren Gesichtern, ein Zeichen für ihre Herkunft und den nicht perfekt geglückten Transfer in die Realität.

In Capricorns Festung liest Mo aus Tausendundeine Nacht vor, um Schätze aus der Erzählung Ali Baba und die vierzig Räuber herbeizuholen. Dabei taucht plötzlich Farid, einer der Räuber, auf. Capricorn nimmt Tintenherz an sich, verbrennt es, und alle werden in den Kerker gesperrt, in dem auch ein Einhorn, fliegende Affen aus Der Zauberer von Oz, das Krokodil aus Peter Pan und andere Fabelwesen ihr Dasein fristen. Mit Hilfe Staubfingers und des Wirbelsturm aus Der Zauberer von Oz, den Mo herbei liest, können alle fünf fliehen.

Die Gruppe begibt sich zum Autoren von Tintenherz, Fenoglio, auf der Suche nach einem weiteren Exemplar des Buches. Fenoglio findet auf dem Dachboden sein Manuskript. Da eröffnet Staubfinger Mo, dass er Resa vor wenigen Stunden in Capricorns Festung gesehen hat. Darius hatte sie kurz zuvor herausgelesen, allerdings verlor sie aufgrund dessen minderwertiger Fähigkeiten ihre Stimme. Sie wird als Sklavin in der Küche gehalten. Mo und Staubfinger wollen sie retten und machen sich erneut auf den Weg zur Festung. Farid versteckt sich im Kofferraum, da er in Staubfinger einen Freund gefunden hat, den er nicht mehr verlassen will. Elinor hat genug von Abenteuern und so geht sie zum nächsten Bahnhof, um den Heimweg anzutreten.

Capricorn entführt Fenoglio und Meggie durch seinen Handlanger Basta. Auch Meggie hat die Fähigkeit einer Zauberzunge, was sie zufällig entdeckt, als der Hund Totoschka aus Der Zauberer von Oz plötzlich vor ihr steht, während sie die Geschichte laut vorliest. Capricorn möchte nunmehr sie dazu missbrauchen, seinen dunklen Verbündeten aus Tintenherz, den „Schatten“, in die Wirklichkeit zu holen. Nach dieser Zeremonie soll der Schatten Fenoglio und Resa als Opfer verschlingen. Capricorn hat extra dazu noch ein Exemplar des Buches aufgehoben. Fenoglio erfindet ein alternatives Ende der Geschichte, in dem der Schatten seine Macht verliert, um das Unheil doch noch abzuwenden.

Mo, Staubfinger und Farid gelingt ein Ablenkungsmanöver, doch der Schatten ist bereits erschienen. Er ist trotz Fenoglios neuen Endes mächtig und unheimlich. Meggie erfindet in ihrer Not eilig neue Sätze, in denen Capricorn zu Staub zerfällt und der Schatten und die anderen Gestalten sich auflösen. Elinor hat es sich mit ihrer Heimreise anders überlegt und kehrt ebenfalls zur Festung zurück, wo sie die Fabelwesen befreit. Um Meggie genügend Zeit zu verschaffen, die Sätze aufzuschreiben und zu lesen, wirbelt sie die Menge durcheinander. Schließlich führen Meggies Sätze dazu, dass alle Bösewichter verschwinden und die Fabelwesen wieder in ihre Ursprungsgeschichten zurückkehren.

Resa erhält auch ihre Stimme zurück und Staubfinger wird von Mo endlich nach Tintenherz entlassen. Zwar hat er inzwischen von Fenoglio erfahren, dass er am Ende des Buches sterben wird, doch glaubt er, dies verhindern zu können und nicht von seinem „Schöpfer“ abhängig zu sein. In der Tintenwelt trifft er seine große Liebe Roxane wieder.

Film- und Buchende
Im Gegensatz zum Film bekommt Resa am Ende des Buches ihre Sprache nicht zurück und auch Staubfinger wird nicht zurückgelesen. Er macht sich mit Farid und dem Buch aus dem Staub, um eine andere "Zauberzunge" zu finden, da Mo zu sehr mit seiner Familie beschäftigt ist um an ihn zu denken. Auch wird Roxane erst im 2. Buch eingeführt, was einen Überraschungseffekt hat, da Staubfinger immer als notorischer Einzelgänger beschrieben wird und man sich nicht vorstellen kann, dass er eine Frau und sogar Kinder hat. Dieser Effekt ist, sollte es einen 2. Film geben, schon verspielt. Ebenso falsch ist, dass Staubfinger hinter Roxanes Haus gelesen wird, da sie, als er verschwand, noch eine Spielfrau war und kein Haus besaß. Staubfinger wird in den Wald gelesen und fragt im Gasthaus der Spielleute nach Roxane, worauf er erfährt, wo sie jetzt lebt. Das Wiedersehen der beiden ist nicht so freudig wie im Film beschrieben, denn Staubfinger muss erfahren, dass seine jüngste Tochter gestorben ist, die ältere nicht mehr zu Hause wohnt und Roxane die Witwe eines Mannes ist, mit dem sie einen Sohn hat.

Quelle: wikipedia
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